Allgemeine Teilnahmeinformation und Einwilligungserklärung
Studie: „Zum Zusammenhang zwischen Kindsverlust, maternaler psychischer Gesundheit und der Interaktion mit lebenden Kindern“
Herzlich willkommen bei unserer Studie!
Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an dieser Untersuchung. Im Folgenden möchten wir Sie ausführlich über Sinn und Zweck der Studie sowie deren Ablauf informieren. Bitte nehmen Sie sich Zeit, die nachfolgenden Informationen sorgfältig durchzulesen, bevor Sie sich für eine Teilnahme an der Studie entscheiden. Bei Fragen oder Unklarheiten können Sie sich gern an die Versuchsleitung wenden.
Wir sind Wissenschaftler:innen der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie und beschäftigen uns mit der Erforschung, Diagnostik und Therapie psychischer Störungen. Ziel dieser Studie ist es, herauszufinden, wie sich Kindsverluste auf die psychische Gesundheit von Müttern sowie ggf. auf deren Beziehung zu ihren lebenden Kindern auswirkt.
Wer kann an dieser Studie teilnehmen?
Die Studie untersucht volljährige deutschsprachige Frauen, die nach einem auffälligen Befund im Pränatalscreening innerhalb der vergangenen 36 Monate ihr Kind verloren haben. Teilnehmerinnen mit aktuell bestehender Schwangerschaft und Teilnehmerinnen, die vor dem Ereignis, auf das sie sich in der gegenwärtigen Studie beziehen, bereits einen Schwangerschaftsabbruch, eine späte Fehlgeburt (nach dem ersten Trimenon), eine Totgeburt oder den peri-/postnatalen Tod eines Kindes erlebt haben, müssen leider aus methodischen Gründen ausgeschlossen werden.
Ablauf der Studie
In einer querschnittlichen online-Studie bearbeiten Sie Fragebögen zu Demografie, Schwangerschaft und -verlust, sozialer Unterstützung, Einstellung ggü. Abtreibung, Depression, Posttraumatischer Belastungsstörung, Schuldkognitionen, Trauer, Kindheitstraumata, mütterlicher Trennungsangst, elterlicher Belastung und Partnerschaftsqualität.
Nutzen für Teilnehmende
Sie tragen zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn bei, der wiederum perspektivisch zu einer verbesserten Beratung bei auffälligen Befunden in der Pränataldiagnostik beitragen soll.
Risiken und Unannehmlichkeiten
Die durchgeführten Fragebögen sind nicht gesundheitsschädlich und entsprechen internationalen Standards in der psychologischen Wissenschaft. Im Rahmen der Fragebögen können unangenehme emotionale Empfindungen und Erinnerungen hervorgerufen werden. Diese sind jedoch vorübergehender Natur. Sollten Sie unerwarteter Weise unter anhaltenden Belastungen aufgrund Ihrer Studienteilname leiden, bitten wir Sie, umgehend mit der Studienleitung Kontakt aufzunehmen.
Für den Fall einer psychischen Krise möchten wir Sie außerdem auf folgende Anlaufstellen verweisen:
- „Telefonseelsorge“: Diese Hotline ist täglich 24 Stunden erreichbar, anonym und kostenlos; Tel.: 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.
- ARCHE e.V.: Montag bis Freitag von 9-17 Uhr erreichbar; Tel. 089 334041.
- Krisendienst Psychiatrie: täglich von 0-24 Uhr erreichbar; Tel. 0180 - 655 3000.
Spezifisch für den Fall, dass Sie psychosoziale Unterstützung nach einem Kindsverlust benötigen, bietet der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. regionale Beratungsangebote und Selbsthilfegruppen an (E-Mail: kontakt@veid.de; Tel.: 0341 9468884).
Freiwilligkeit und Anonymität
Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können jederzeit und ohne Angabe von Gründen Ihre Einwilligung zur Teilnahme an dieser Studie widerrufen, ohne dass Ihnen daraus Nachteile entstehen.
Falls Sie sich für die Teilnahme entscheiden, bitten wir Sie, das Kästchen, das mit „Ja, ich stimme der Teilnahme unter den genannten Bedingungen zu“ beschriftet ist, anzukreuzen.
Die im Rahmen dieser Studie erhobenen Daten und persönlichen Mitteilungen werden vertraulich behandelt. Ihre Antworten und Ergebnisse werden im Rahmen der Studie nicht unter Ihrem Namen, sondern unter einer Codenummer abgespeichert.
Datenschutz
Die Erhebung der Daten erfolgt im Rahmen der Studie vollständig anonymisiert.
Verwendung der anonymisierten Daten
Die Ergebnisse der Studie werden als wissenschaftliche Publikation veröffentlicht. Die Ergebnisdarstellung geschieht jedoch in vollständig anonymisierter Form, d.h. die Daten können keinen konkreten Teilnehmerinnen an der Studie zugeordnet werden. Die vollständig anonymisierten Daten dieser Studie werden außerdem als "open data" in einem sicheren, internetbasierten Repositorium na-mens Open Science Framework (https://osf.io/) zugänglich gemacht. Damit folgt diese Studie den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Qualitätssicherung in Bezug auf Nachprüfbarkeit und Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse sowie der optimalen Datennachnutzung.
Rechtsgrundlage
Die Rechtsgrundlage zur Verarbeitung der genannten personenbezogenen Daten bildet die Einwilligung gemäß Art. 6 (1) Buchstabe a EU-DSGVO im zweiten Teil dieses Dokumentes.
Namen, Kontaktdaten der Verantwortlichen
Die Verantwortung für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten haben:
Frau PD Dr. Larissa Wolkenstein
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Leopoldstr. 13, 80802 München
Tel: 089 - 2180 5297
E-Mail: larissa.wolkenstein@psy.lmu.de
www.psy.lmu.de/klin
Frau PD Dr. Charlotte Wittekind
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Leopoldstr. 13, 80802 München
Tel: 089 – 2180 5590
E-Mail: charlotte.wittekind@psy.lmu.de
www.psy.lmu.de/klin
Hinweis auf Rechte der Betroffenen
Gemäß Art. 13 II b der Datenschutzgrundverordnung haben Sie das Recht auf
Auskunft (Art 15 DSGVO und §34 BDSG)
Widerspruch (Art. 21 DSGVO und §36 BDSG)
Datenübertragbarkeit (Art 20 DSGVO) Löschung (Art 17 DSGVO und §35 BDSG)
Einschränkung der Verarbeitung (Art 18 DSGVO)
Berichtigung (Art 16 DSGVO). Möchten Sie eines dieser Rechte in Anspruch nehmen, wenden Sie sich bitte an den Datenschutzbeauftragten der LMU.
Behördlicher Datenschutzbeauftragter der Universität München:
Herr Dr. jur. Marco Wehling
Tel.: +49 (0) 89 2180 – 2414, Kontaktformular: https://www.lmu.de/de/footer/datenschutz/kontakt-zum-behoerdlichen-datenschutzbeauftragten.html. Weiterhin haben Sie das Recht, Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde einzulegen: Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA)
Promenade 27
91522 Ansbach, Telefon: +49 (0) 981 53 1300, E-Mail: poststelle@lda.bayern.de. Online-Beschwerdeformular bei Datenschutzverstößen:
https://www.lda.bayern.de/de/beschwerde.html